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QUEENS OF THE STONE AGE “R”

Queens Of The Stone Age - R

Zwei Jahre sind vergangen seit dem Debut-Album und natürlich war die Rockwelt gespannt auf den Nachfolger. Das CD-Cover kam in spartanisch gestaltetem Blau und war mit dem schönen Spruch “Restricted To Everyone, Everwhere, All The Time” versehen, alleine schon, um Leuten wie der hier ansässigen Schäuble-Bande zu zeigen, dass die musikalischen Inhalte Gift seien für die kleingeistige Weltanschauung dieser Spießgesellen.

 

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TITELVERZEICHNIS:

Feel Good Hit Of The Summer
The Lost Art Of Keeping A Secret
Leg Of Lamb
Auto Pilot
Better Living Through Chemistry
Monsters In The Parasol
Quick And To The Pointless
In The Fade
Tension Head
Lightning Song
I Think I Lost My Headache

Time

3:36
5:49
5:09
3:55
4:40
4:29
5:10
2:37
5:33
5:13

Note

 

 

 

Ein knochentrockener monotoner Bassriff läutet ein zum zweiten Album der königlichen Steinzeitrocker. Es ist Sommer, die Platte erscheint einen Tag nach meinem Geburtstag und habe sie auch direkt an diesem Tag im Laufwerk. “Feel Good Hit Of The Summer” ist der brachiale Auftakt, den ich auch erwartet hatte von Joshau Homme und seinen Kumpanen. Ohne Punkt und Komma geht’s über in “The Lost Art Of Keeping A Secret”. Das von Barrett Martin gespielte Vibraphon (ungewöhnlich für diese Art der Rockmusik) verursacht alte Edgar Wallace-Thriller- Mysteriosität, aber zwischendurch reissen die acht musizierenden sämtliche Geheimnis nieder, in dem sie einfach losrocken, laut und knallig.

Doch teilweise können mich die Songs danach nicht überzeugen, da fehlt die wilde Leidenschaft, die meisten Stücke ähneln sich zu sehr, es klingt viel zu sehr nach Retorte, als ob alter Kaffee aufgewärmt wird. Erst “Quick And To The Pointless” reisst den Hörer mit durch die sagenhafte Vokal-Performance von Nick Oliveri, der sich durch den Song kreischt und keift, dass ich denke “geil, das hört sich an wie zu besten Nirvana-In-Utero-Zeiten!

Völlig geil und abgefahren sind die dissonant klingenden und wild durch einander spielenden Bläsersätze am Ende des finalen zwölften Stückes “I Think I Lost My Headache”. Feinfühlige Menschlein, die allerdings gerade an einem solchen leiden, sollten besser die Ohren wegdrehen. Ein wunderbares Beispiel, dass auch die Rockmusik durchaus mit experimenteller Avantgardistik aufgepeppt werden kann.

FAZIT:

Das zweite Album (beim Sport spricht man von der zweiten Saison) ist immer das Schwierigste, sagt man im Allgemeinen - das gilt auch in diesem Fall für den Zweitling der QOTSA. An die geniale Einfachheit des Debuts kann Josh Homme mit seinen Mitstreitern leider nicht ganz anknüpfen. Die Musik ist komplexer geworden, aber der einst vorhandene Drive ist erst Mal abhanden gekommen.

Produced by Chris Goss and Joshua Homme (The Fiffiff Teeners)
Recorded at Sound City studios, Van Nuys, CA from December 1999 to Februar 2000

Personal:

Joshua Homme: Guitar, Lead Vocals
Nick Oliveri: Bass, Backing Vocals
Gene Trautmann: Drums
Dave Catching: Electric Piano, Lap Steel
Rob Halford: Backing Vocals
Wendy Ray Moan: Backing Vocals
Nick Eldorado: Backing Vocals
Chris Goss: Grand Piano, Percussion

Veröffentlichung: 06. Juni 2000 (Interscope Records)

Besonderheit: 8seitiges Inlay-Booklet, bei dem jedem Stück angegeben wird, welche Musiker mitgewirkt haben. Lobenswert und informativ!

Das angegebene Tracklisting stimmt nicht ganz, so ist auf meiner CD der Song “Tension Head” Track Nummer 10, weil es ein kurzes Intermezzo davor gibt, dass vom Laufwerk als markiertes Stück “Number 9” erkannt wird. Diesbezüglich verschieben sich dann auch die folgenden Tracks.

KAUFEMPFEHLUNG:  KKKKKKKKKK

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